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  • We Refugees

    We Refugees gathered photographic fragments of individual escape stories whose paths cross in Berlin. The title of the exhibition is based on the eponymous essay by Hannah Arendt in 1943. Therein refugees are referred to as the “vanguard of their peoples”. Photographs that have been brought by refugees or have been taken during the escape, have been arranged by the artists Nora Al-Badri and Jan Nikolai Nelles to a narrative. The real threat of the so-called floating combat zone, for some refugees also consisting in Germany, is reflected visually in the exhibition. In order to protect the refugees and their families from further persecution, the people who are still living were anonymized in the photographs and visual overlays were made . The faces we can look at because they are not anonymous, belong to dead people. The exhibition tells us of unspeakable experience. The family pictures and flight diary of phone images are evidence of loss and death, as well as of happiness and hope. It is an approach to the Brechtian refugee talks and his concept of ‘Inzwischenzeit’. Transferred it means ‘Inzwischenfotografie': fragmentation, fragility and ironic commentary are giving impulses to oppositional thinking. “We Refugees“ curated by Nora Al-Badri and Jan Nikolai Nelles with: Ajmal, Ali, Amer, Daniel, Hassan, Husam, Mohamed, Muhammad, Noor, Omar, Rami and Rawia. C-prints, bronze, plaster.

    We Refugees versammelt fotografische Fragmente individueller Fluchtgeschichten, deren Wege sich in Berlin kreuzen. Der Titel der Ausstellung ist an den gleichnamigen Essay von Hannah Arendt aus dem Jahr 1943 angelehnt. Flüchtlinge werden darin als die „Avantgarde ihrer Völker” bezeichnet. Fotografien, die von Flüchtlingen mitgebracht oder auf ihrer Flucht aufgenommen wurden, sind von den Künstlern Nora Al-Badri und Jan Nikolai Nelles zu einem Narrativ arrangiert worden. Die konkrete Bedrohung der sogenannten erweiterten Kampfzone, die für einige Flüchtlinge auch in Deutschland besteht, schlägt sich visuell in der Ausstellung nieder. Um die Flüchtlinge und deren Familien vor weiterer Verfolgung zu schützen, wurden die noch lebenden abgebildeten Personen auf den Fotografien anonymisiert und visuelle Überlagerungen gebildet. Die Gesichter in die man blickt, da sie nicht anonymisiert wurden, gehören Toten. Die Ausstellung erzählt von Unaussprechlichkeiten des Erlebten. Die Familienbilder und Fluchttagebuch-Handybilder zeugen von Verlust und Tod, ebenso wie von Glück und Hoffnung. Es ist eine Annäherung an die Brechtschen Flüchtlingsgespräche und seinen Begriff der ‘Inzwischenzeit’. Übertragen handelt es sich um ‘Inzwischenfotografie’: Durch Fragmentarismus, Brüchigkeit, ironische Kommentierung werden Impulse zum widerständigen Denken gegeben.
    Von Nora Al-Badri und Jan Nikolai Nelles mit Ajmal, Ali, Amer, Daniel, Hassan, Husam, Mohamed, Muhammad, Noor, Omar, Rami und Rawia.
    C-Prints, Bronze, Gips.
    Mit freundlicher Unterstützung von Petra Rietz Salon Galerie und d’mage.